| Auftragsart | Gesamtleistungswettbewerb in Kooperation mit GENU Partner AG |
| Programm | 69 Wohnungen, Gewerbeflächen |
| Standort | Lindenstrasse, Uzwil |
| Bauherrschaft | Spida Personalvorsorgestiftung |
| Parzellenfläche | 5'161 m² |
| Geschossfläche | 13'112 m² |
| Gebäudevolumen | 44'196 m³ |
| Termine | Wettbewerb 2025 |
Uzwil entwickelt sich schrittweise von einer Gemeinde zu einer Stadt. Mit der zunehmenden Verdichtung entstehen neue städtische Räume, die klar gefasst und gut miteinander verbunden sind. Die Überbauung ergänzt bestehende Freiräume wie den Schifflipark und den Lindenring und stärkt das Zentrum durch eine klare Ordnung von Platz, Hof, Gasse und Strasse. Im Mittelpunkt der Anlage liegt ein grosszügig begrünter Hof. Er bildet das räumliche Zentrum und ist für Bewohnerinnen, Bewohner und Besucher gut zugänglich. Überdachte Übergänge und Veranden verbinden Gebäude und Aussenraum und schaffen geschützte Aufenthaltsbereiche. Der Hof ist offen gestaltet und öffnet sich gezielt zur Umgebung, sodass Innenraum, Aussenraum und Landschaft miteinander in Beziehung treten. Die Bebauung setzt sich aus Türmen und niedrigeren Winkelbauten zusammen. Beide Bautypen sind klar erkennbar und funktional getrennt. Die Winkelbauten fassen den Hof räumlich und bilden mit ihren Veranden eine vermittelnde Schicht zwischen Wohnen und Gemeinschaftsraum. Diese Struktur ist auch in den Grundrissen ablesbar. Die Fassade gliedert sich durch einen klaren Rhythmus aus Wandstücken und Fenstern. Dadurch wird die Bauweise ruhig und verständlich. Die Erdgeschosse entlang der Strasse sind für Gewerbe vorgesehen und direkt vom öffentlichen Raum zugänglich. Die Wohnbereiche orientieren sich zum Hof und bieten geschützte, ruhige Adressen. Der motorisierte Verkehr wird gebündelt von der Lindenstrasse in das Gebäude geführt. Der Aussenraum bleibt dadurch weitgehend autofrei. Fussgänger sowie Radfahrer können sich sicher und ungehindert bewegen. Die Wege sind barrierefrei angelegt und folgen der Topografie des Geländes. Die Überbauung ist flexibel nutzbar und erlaubt unterschiedliche Wohnformen. Gemeinschaftliche Dachterrassen und klar definierte Erschliessungsräume fördern Begegnung. Die klare Gliederung der Baukörper ermöglicht zudem eine Teilveräusserung einzelner Gebäudeteile. Der Aussenraum fördert Biodiversität, nutzt wiederverwendete Materialien und ist als durchlässiger, begrünter Stadtraum gestaltet.