gockhausen

Programm

4 neue Mehrfamilienhäuser mit 30 Wohnungen

Standort

Schützenrütistrasse, Gockhausen

Bauherrschaft

Private Bauherschaft

Planung

einsarchitekten AG

Parzellenfläche

5'789 m²

Geschossfläche

1'970

Gebäudevolumen

5'926 m³

Gockhausen liegt am Zürichberg und bildet mit Tobelhof und Geeren eine historische Siedlungsinsel am Stadtrand. Die heutigen Quartiere gehen auf frühe Rodungssiedlungen entlang der Geländeterrassen zurück; urkundliche Erwähnungen finden sich ab 1315 («hof ze Tobel»), 1343 («Goggenhusen») und 1348 («Gut im Geeren»). Trotz der Nähe zur Stadt blieb der von Grünflächen und Baumbeständen geprägte Landschaftscharakter bis heute erhalten. Die Arealüberbauung an der Schützenrütistrasse umfasst vier neue Mehrfamilienhäuser mit Mietwohnungen, einen Gemeinschaftsraum sowie zwei Tiefgaragen. Das Projekt leitet seine Struktur aus der Topografie ab. Das Gelände fällt leicht in Richtung Dübendorf ab und bleibt in seiner natürlichen Form weitgehend erhalten. Die Neubauten werden entlang der Höhenlinien gesetzt und reagieren mit unterschiedlichen Orientierungen auf Hang, Nachbarschaft und Landschaft. Die unteren Gebäude liegen parallel zum Terrain und nehmen die Ausrichtung der angrenzenden Bebauung auf. Die oberen Baukörper öffnen sich stärker zur Hangseite und zur offenen Landschaft und greifen damit die Struktur des Siedlungsrandes auf. Diese differenzierte Setzung erzeugt ein gestaffeltes Gesamtbild und stärkt die Verzahnung von Bebauung und Freiraum. Alle Häuser stehen auf einem Sockel, der zwischen Terrain und Baukörper vermittelt und die Erdgeschosse in den Geländeverlauf einbindet. Die Fassaden sind plastisch gegliedert und in kurze Abschnitte unterteilt. Dadurch entstehen keine langen, durchgehenden Fronten. Nachbargebäude nehmen jeweils nur Teilbereiche wahr, was dem kleinteiligen Massstab der Umgebung entspricht. Balkone und Fenster reagieren auf Blickbeziehungen, Lichtverhältnisse und Freiräume. Die Wohnungen orientieren sich gezielt zur Landschaft und zu den gemeinschaftlichen Aussenbereichen. Der Freiraum wird in Zonen unterschiedlicher Nutzungsintensität gegliedert. Ein zentraler Bereich bildet den gemeinsamen Bezugspunkt der Überbauung und dient als Ort der Begegnung. Von hier aus erfolgen die Zugänge zu den Gebäuden. Zu den Rändern hin nimmt die Intensität ab; Wiesenflächen, Obstbäume, Kiesstrukturen und Asthaufen schaffen Rückzugsräume und fördern die Biodiversität. Trampelpfade verbinden die einzelnen Bereiche und ermöglichen eine informelle Durchwegung. So entsteht ein Ensemble, das sich aus der Landschaft entwickelt und die vorhandenen Qualitäten des Ortes fortführt.